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Identitätskrise in Übergangsphasen: Wie Sie wieder zu sich finden

Autorenbild: Christian Asperger
Christian Asperger
3. März 2025
6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Nach außen läuft es für Felix, wie ich ihn hier nenne, bestens: Sein Unternehmen wächst, seine Vorträge sind gefragt, auf Social Media folgen ihm viele. Innerlich fühlt er sich immer leerer, und kurz zuvor ist seine lange Beziehung zu Ende gegangen. Felix steckt in einer Identitätskrise.


Eine Identitätskrise entsteht, wenn das bisherige Bild von uns selbst nicht mehr passt und ein neues noch nicht da ist. Oft geschieht das in Übergangsphasen: nach einem Jobverlust, einer Trennung, einem Umzug oder wenn die Kinder ausziehen.


Sie lesen hier, was eine Identitätskrise auslöst, woran Sie sie erkennen, was Ihnen hilft und wie Psychotherapie oder Coaching Sie dabei begleiten können.


Identitätskrise in Übergangsphasen: Psychotherapie und Coaching bei Mag. Christian Asperger in Wien

Das Wichtigste in Kürze


  • Eine Identitätskrise entsteht, wenn das alte Selbstbild nicht mehr passt und ein neues noch fehlt.

  • Typische Auslöser sind Jobwechsel, Trennung, Verlust, Elternschaft oder der Auszug der Kinder.

  • Häufige Zeichen sind Orientierungslosigkeit, Selbstzweifel, Leere und Rückzug.

  • Besonders betroffen sind Menschen, die sich stark über eine einzige Rolle definieren.

  • Hilfreich ist, die eigene Identität auf mehrere Säulen zu stellen und neue Seiten auszuprobieren.

  • Eine Identitätskrise ist anstrengend, und sie kann der Anfang einer stimmigeren Lebensphase sein.


Eigene Situation einordnen: Sie fragen sich gerade, wer Sie ohne Ihre bisherige Rolle sind? Im Kennenlerngespräch, 20 Minuten, kostenfrei und unverbindlich, schauen wir gemeinsam, wo Sie stehen und ob Psychotherapie oder Coaching der passende nächste Schritt ist.


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Inhalt




1. Identitätskrise: was dahintersteckt


Unsere Identität ist das Bild, das wir von uns haben: wer wir sind, was uns ausmacht, wohin wir gehören. Sie setzt sich aus vielen Teilen zusammen, aus Beruf, Beziehungen, Körper, Werten und Herkunft. Was Identität ausmacht, beschreibe ich ausführlich im Artikel Was ist Identität?.


Fällt ein großer Teil weg, gerät das ganze Bild ins Wanken. Der Psychologe Erik Erikson hat den Begriff der Identitätskrise geprägt. Er sah solche Krisen als normale Entwicklungsaufgaben, die im ganzen Leben immer wieder auftauchen können, auch weit nach der Jugend.


Ein hilfreiches Modell sind die 5 Säulen der Identität nach Hilarion Petzold: Leibliches, soziales Netz, Arbeit und Leistung, materielle Sicherheit sowie Werte. Bricht eine Säule ein, können die anderen Halt geben. Mehr dazu im Artikel Die 5 Säulen der Identität nach Petzold.



2. Typische Auslöser in Übergangsphasen


  • Beruflicher Wechsel oder Jobverlust. Wer sich stark über die Arbeit definiert, verliert mit der Rolle auch einen Teil seines Selbstwerts.

  • Trennung oder Scheidung. Mit der Beziehung endet oft auch das Bild von sich als Paar, als Familie, als Zukunftsplan.

  • Verlust eines nahen Menschen. Mit dem Menschen verschwindet auch die Rolle, die man an seiner Seite hatte.

  • Elternschaft und leeres Nest. Neue Verantwortung verändert das Selbstbild, und auch ihr Ende, wenn die Kinder ausziehen.

  • Lebensmitte und Ruhestand. Die Frage, was noch kommt und wofür man steht, wird drängender.

  • Krankheit. Eine Diagnose kann das Bild vom eigenen Körper und von der Zukunft erschüttern.


Auch neue Rollen können eine Krise auslösen. Mit knapp 25 wurde ich aus dem eigenen Team heraus Teamleiter im Produktmanagement. Von einem Tag auf den anderen führte ich die Kollegen, mit denen ich vorher Mittag gegessen hatte. Wer ich in dieser neuen Rolle sein wollte, musste ich erst herausfinden.


Mehr zum Thema beruflicher Umbrüche lesen Sie im Artikel Karriereknicks und ihre Auswirkung auf das Selbstbild.


Identitätskrise Auslöser: Übergangsphasen im Leben, Psychotherapie in Wien



3. Woran Sie eine Identitätskrise erkennen


  • Sie wissen nicht mehr, wer Sie sind oder wohin Sie wollen.

  • Selbstzweifel nehmen zu, auch in Bereichen, die früher sicher waren.

  • Ein Gefühl von Leere, obwohl äußerlich alles funktioniert.

  • Rückzug von Menschen oder Aktivitäten, die früher Freude gemacht haben.

  • Unruhe, Schlafprobleme oder Erschöpfung.

  • Hektische Versuche, schnell eine neue Rolle zu finden.


Diese Zeichen gehören zu einem Veränderungsprozess. Halten sie lange an oder kommen Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit dazu, kann auch eine Depression dahinterstehen. Dann ist es gut, sich frühzeitig Unterstützung zu holen.



4. Identitätskrise überwinden: was Ihnen hilft


  • Der Krise Zeit geben. Eine neue Identität entsteht selten über Nacht. Die Zwischenzeit darf unklar sein.

  • Werte klären. Was zählt für Sie, unabhängig von Rolle und Titel? Diese Frage gibt Richtung, wenn vieles wackelt.

  • Mehrere Säulen stärken. Freundschaften, Körper, Hobbys und Werte geben Halt, wenn eine Säule einbricht.

  • Neue Seiten ausprobieren. Kleine Experimente zeigen, was zu Ihnen passt, bevor Sie große Entscheidungen treffen.

  • Die eigene Geschichte neu erzählen. Die bisherige Geschichte ist eine von mehreren möglichen. Welche andere Version Ihres Lebens stimmt auch?

  • Mit anderen sprechen. Wer seine Fragen ausspricht, sortiert sie oft schon dabei.


Identitätskrise überwinden: Wege zur Selbstfindung in der Psychotherapie bei Christian Asperger



5. Wie Psychotherapie und Coaching helfen


In der Psychotherapie schauen wir, welche Teile Ihrer Identität gerade wegbrechen und welche Halt geben. Systemisch-narrativ betrachten wir die bisherige Lebensgeschichte als eine mögliche unter mehreren. So entsteht Raum für neue Seiten, ohne die alten zu entwerten.


Geht es vor allem um berufliche Fragen, kann auch ein Coaching passen. Oft hilft eine Verbindung aus beidem. Viele Klient:innen spüren nach einigen Sitzungen mehr Klarheit. Veränderung braucht trotzdem Zeit, sie ist eine Art Umlernen.


Mehr zu meinem Angebot finden Sie auf den Seiten Psychotherapie in Wien und Coaching für Führungskräfte. Was Sie bei einem Umbruch im Beruf unterstützt, lesen Sie im Artikel Berufliche Neuorientierung.



6. Fallbeispiel aus der Praxis


Felix ist in den Dreißigern. Vor einigen Jahren hat er sich selbstständig gemacht und sich mit Vorträgen und Social Media eine sichtbare Position aufgebaut. Der äußere Erfolg stimmt. Innerlich fühlt er sich zunehmend leer, und kurz vor dem ersten Termin ist seine langjährige Beziehung nach einer längeren Krise zu Ende gegangen.


Felix hat seine Identität eng an sein Unternehmen geknüpft. Nach außen tritt er als Erfolgsgeschichte auf, innerlich spürt er einen wachsenden Widerspruch. Kritisches Feedback trifft ihn hart, er fühlt sich auf das Verkaufen reduziert. In der Familie kann er Konflikte klar ansprechen, im Beruf und in Gruppen weicht er ihnen aus, aus Angst vor Ablehnung.


Wir arbeiten mit der Frage, was sich verändern soll und was bleiben darf. Die Erfolgsgeschichte betrachten wir als eine mögliche Geschichte unter mehreren, nicht als einzige Wahrheit über ihn. Und wir schauen, wo er stark ist, wo er ausweicht und was das über sein Bedürfnis nach Zugehörigkeit sagt.


Felix beginnt, mit seinen Mitarbeitenden offener zu sprechen, auch über Unsicherheit.


Akzeptanz und Vertrauen wachsen, sobald er nicht mehr die perfekte Geschichte erzählen muss.


Meine Situation besprechen: Sie erkennen sich in Felix wieder, im Erfolg nach außen und der Leere innen? Im kostenfreien Kennenlerngespräch schauen wir in 20 Minuten, wo Sie gerade stehen und wie ein erster Schritt aussehen kann.


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7. FAQ: Häufige Fragen zur Identitätskrise


Was ist eine Identitätskrise?


Eine Identitätskrise ist eine Phase, in der das bisherige Selbstbild nicht mehr passt und ein neues noch fehlt. Sie zeigt sich oft in Orientierungslosigkeit, Selbstzweifeln und dem Gefühl, nicht mehr zu wissen, wer man ist.


Wie lange dauert eine Identitätskrise?


Das ist sehr unterschiedlich. Manche Krisen dauern einige Wochen, andere begleiten einen über Monate oder länger. Unterstützung kann helfen, die Zeit des Übergangs bewusster zu gestalten.


Ist eine Identitätskrise eine psychische Erkrankung?


Nein, für sich allein ist sie keine Diagnose. Sie kann aber mit Depression, Angst oder Erschöpfung einhergehen. Dann ist eine fachliche Abklärung sinnvoll.


Muss ich in einer Krise stecken, um ins Coaching zu kommen?


Nein. Viele kommen, weil sie spüren, dass sich etwas verändern will, und diese Phase bewusst gestalten möchten.


Was kostet eine Psychotherapie, und gibt es günstigere Möglichkeiten?


Eine Einzelsitzung von 50 Minuten kostet bei mir 200 €. Für Menschen mit kleinerem Budget gibt es im selben Haus die Praxis NORDSTERN: Dort arbeiten Psychotherapeut:innen in Fachausbildung unter Lehrsupervision, eine Einzelsitzung kostet 100 €. Ich begleite das Team fachlich und als Mentor.


Muss ich sicher wissen, ob ich eine Psychotherapie brauche, bevor ich komme?


Nein. Im Kennenlerngespräch klären wir gemeinsam, ob Psychotherapie, Coaching oder etwas anderes für Sie passt.


Identitätskrise: Psychotherapie und Coaching für Männer und Frauen in Wien 1020



8. Fazit


Felix musste lange eine Erfolgsgeschichte erzählen, um sich sicher zu fühlen. Erst als er auch die unsicheren Seiten zeigen durfte, wurde seine Identität wieder stimmig.


Eine Identitätskrise ist anstrengend. Sie zeigt aber auch, dass eine alte Rolle nicht mehr ganz passt. Wer ihr Zeit gibt und mehrere Säulen stärkt, findet oft zu einem Selbstbild, das mehr Seiten Platz bietet.


Sie haben sich beim Lesen wiedererkannt, in der Frage, wer Sie ohne Ihre Rolle sind, oder in der Leere nach einem Erfolg? Kennenlerngespräch vereinbaren: 20 Minuten, kostenfrei und unverbindlich. Wir schauen gemeinsam, was Ihnen hilft.


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9. Über mich: Psychotherapeut Mag. Christian Asperger


Psychotherapeut Mag. Christian Asperger in seiner Praxis in Wien

Mit der Klarheit eines Managers und der Geduld eines Therapeuten begleite ich Menschen in Übergängen, in denen sich die eigene Rolle neu ordnet.


Viele Jahre war ich Führungskraft in der Telekommunikationsbranche, zuletzt als Senior Vice President bei T-Mobile Austria. Seit Ende 2019 arbeite ich als systemischer Psychotherapeut mit Einzelpersonen, Paaren und Familien. Als Wegbegleiter gehe ich ein Stück mit, die Richtung bestimmen Sie.


Mehr zur Psychotherapie in Wien finden Sie auf meiner Website. Meine Praxis befindet sich im zweiten Bezirk in Wien.


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