"Ich hätte nie gedacht, dass ich Psychotherapeut werde. Meine Therapeutin schon"
Nach außen erfolgreich. Nach innen erschöpft.
Vielleicht kennst du das Gefühl. Nach außen läuft alles, du trägst Verantwortung, triffst jeden Tag Entscheidungen, funktionierst. Und irgendwann merkst du, dass das, was dich jahrelang stark gemacht hat, nicht mehr trägt. An genau diesem Punkt war ich selbst einmal. Ich kenne diesen Weg nicht nur aus meiner therapeutischen Arbeit, ich bin ihn selbst gegangen. Ich war dreizehn, als meine Mutter starb. Was danach kam, habe ich lange nicht als das erkannt, was es war. Ich habe funktioniert. Nach außen folgte ein Weg, den viele als Erfolg beschreiben würden: Betriebswirtschaft an der WU Wien, fast zwanzig Jahre in internationalen Konzernen, zuletzt als Senior Vice President bei der Deutschen Telekom.
Es war 2010, ich saß in einem Besprechungsraum bei einem der größten Telekommunikationskonzerne Europas. Und dann spürte ich es körperlich: Mein Hals zog sich zu. Ich musste aufstehen, den Raum verlassen, das Gebäude. Draußen auf dem Parkplatz ließ die Unruhe langsam nach, die Anspannung blieb. Damals dachte ich, ich sei vielleicht einfach müde, brauche Urlaub, müsse mich zusammenreißen. Heute weiß ich: Mein Körper hatte längst verstanden, was mein Kopf noch nicht wahrhaben wollte. Ich war erschöpft auf eine Art, die kein Urlaub beheben würde. Von außen hätte das kaum jemand gesehen. Heute würde ich diese Zeit als Erschöpfungsdepression einordnen.
Einige Monate später machte ich meine erste Erfahrung mit Psychotherapie. Dort fragte mich meine Therapeutin eines Tages, ob mich ihr Beruf interessiere. Ihr war aufgefallen, wie viele Fragen ich ihr stellte, auch zu ihrer eigenen Arbeit. Bis dahin wusste ich nicht einmal, dass dieser Weg für mich möglich war. Ich bin losgegangen, erst aus Neugier. Was folgte, waren sieben Jahre zwischen zwei Welten:
Tagsüber Führungsverantwortung im Konzern, daneben Ausbildung, Praktika auf psychiatrischen Stationen, Supervision. Es gab Zeiten, in denen ich einen Teil meines Urlaubs auf einer Station gearbeitet habe, um danach wieder ins Management zurückzukehren. Ursprünglich hatte ich mir diesen Schritt erst mit über fünfzig vorgestellt. Es wurde früher. Parallel veränderte sich auch mein Privatleben von Grund auf: Eine lange Beziehung ging zu Ende, eine neue Familie entstand. Verantwortung kenne ich also aus dem Berufsleben und aus sehr unterschiedlichen Lebensphasen.
Ich erzähle dir das, weil es meine Arbeit heute prägt. Ich kenne die Sprache von Menschen, die Verantwortung tragen, und ich weiß, wie lange man funktionieren kann, bevor man sich eingesteht, dass etwas nicht stimmt. Viele erfolgreiche Menschen holen sich spät Unterstützung, oft mit dem Satz: „Eigentlich dürfte es mir doch gar nicht schlecht gehen.“ Wenn man beide
Seiten selbst erlebt hat, den Erfolg nach außen und die Fragen dahinter, hört man anders zu. Wenn sich bei dir beruflich oder privat gerade etwas festgefahren anfühlt, lass uns in einem ersten Gespräch gemeinsam schauen, warum Funktionieren allein nicht mehr reicht.
Jetzt unverbindliches Kennenlerngespräch buchen.

Wie ich arbeite

Beim Körper ansetzen.
Wenn Ihr Kopf weiß, dass eigentlich alles in Ordnung ist, Ihr Körper aber trotzdem Alarm schlägt, arbeiten wir genau dort. Vieles zeigt sich zuerst körperlich: ein zugeschnürter Hals, Erschöpfung, schlaflose Nächte. Mit körperorientierten Methoden und mit EMDR, einem Verfahren, das belastende Erinnerungen über gezielte Augenbewegungen neu verarbeitet, gehen wir dem nach, statt es zu übergehen.

Systemisch denken.
Ich schaue über Sie als Einzelperson hinaus auf die Beziehungen, in denen Sie leben: Familie, Partnerschaft, Arbeit. Mit einem Genogramm, einer Art Landkarte Ihrer Familie über mehrere Generationen, oder mit einer Aufstellung im Raum wird sichtbar, welches Muster ein Problem trägt und oft lange vor Ihnen begonnen hat.

Mit inneren Anteilen
arbeiten.
In der Arbeit mit dem inneren Familiensystem, kurz IFS, geben wir den Stimmen in Ihnen einen Platz: dem Antreiber, der immer weitermacht, dem Beschützer, dem verletzten Teil. Wenn Sie verstehen, wovor ein solcher Anteil Sie schützen möchte, verliert er seine Härte.

Die eigene Geschichte neu erzählen.
In der narrativen Arbeit geht es um die Sätze, mit denen Sie über sich selbst sprechen, oft etwas wie „Ich muss funktionieren, sonst falle ich auseinander“;. Wir schauen uns diese Geschichte genau an, trennen das Problem von Ihrer Person und suchen die Momente, in denen es anders war. Aus diesen Ausnahmen entsteht mit der Zeit eine andere, tragfähigere Erzählung über Sie.

Manche Gespräche fallen leichter, wenn noch ein ruhiger Begleiter dabei ist, der einfach da ist. Deshalb ist oft Kaija im Raum, meine Beagle-Dame und Co-Therapeutin auf vier Pfoten.
Tiere gehen ohne Worte auf Menschen ein. Kaija spürt, wann Nähe guttut und wann Zurückhaltung, nimmt Spannung aus schwierigen Momenten und lässt viele Klient:innen
schneller ankommen.
Co-Therapeutin Kaija.

Für wen ich da bin
Coaching für Führungskräfte, Unternehmer:innen und
Familienunternehmen
In der narrativen Arbeit geht es um die Sätze, mit denen Sie über sich selbst sprechen, oft etwas wie „Ich muss funktionieren, sonst falle ich auseinander“;. Wir schauen uns diese Geschichte genau an, trennen das Problem von Ihrer Person und suchen die Momente, in denen es anders war. Aus diesen Ausnahmen entsteht mit der Zeit eine andere, tragfähigere Erzählung über Sie.
Psychotherapie für Einzelpersonen, Paare und Familien
Vielleicht belastet Sie etwas schon länger. Eine Krise, Ängste, Erschöpfung, Konflikte in Ihrer Beziehung oder das Gefühl, sich selbst aus dem Blick verloren zu haben. Sie können als Einzelperson kommen, gemeinsam mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner, oder als Familie. In der Psychotherapie schaffen wir einen Raum, in dem all das Platz haben darf. Sie brauchen
keine fertige Diagnose, nur die Bereitschaft, genauer hinzuschauen.
Junge angehende Therapeut:innen auf ihrem Weg in die
Selbstständigkeit
Der Schritt in die eigene Praxis ist für viele angehende Therapeut:innen ein herausfordernder Übergang, fachlich, wirtschaftlich und persönlich. Genau hier begleite ich sie: In der Praxis Nordstern gebe ich jungen Psychotherapeut:innen in Ausbildung einen Rahmen aus Supervision,
Struktur und der Erfahrung von jemandem, der selbst mehr als einen Berufsweg gegangen ist. So können sie unter Begleitung Fuß fassen, und ihre Klient:innen bekommen qualitätsvolle Therapie zu einem leistbaren Preis.
Auftritte in Fernsehen und Podcast
Ich spreche regelmäßig in TV, Podcasts und Print über Psychotherapie, Führung und psychische
Gesundheit, unter anderem im ORF, auf Puls 4, im Kurier und in der Kronen Zeitung.
Gastbeiträge in Zeitungen und Magazinen
Biografie Christian Asperger
Für alle, die es genau wissen möchten.
Ausbildungen
-
Systemische Psychotherapie & Paartherapie (ÖAS)
-
Psychotherapeutisches Propädeutikum (ARGE Bildungsmanagement)
-
Hundegestützte Psychotherapie mit Therapiebegleithund
-
EMDR und traumaspezifische Psychotherapie (EMDR Institut Austria)
-
Systemisches Coaching als Führungskraft (IRBW)
-
Studium der Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Marketing, Werbewissenschaft & Marktforschung (WU Wien)
Erfahrungen
-
Psychotherapeutisches Praktikum am LKH Hollabrunn und AKH Wien
-
Ehrenamtlicher Sachwalter in der Justizanstalt Göllersdorf
-
Senior Vice President bei der Deutschen Telekom
-
Fast 20 Jahre Konzern-, Führungs- und Personalentwicklungserfahrung
Kontakt
Telefonnummer:
E-Mail:
Nachricht:
























