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  • AutorenbildChristian Asperger

Umgang mit schwierigen Mitarbeitern: Praktische Tipps für Führungskräfte

Aktualisiert: 18. Apr.

Jede Führungskraft kennt sie: Mitarbeiter, die Kollegen oder Vorgesetzte mit ihrem Verhalten auf die Probe stellen – sei dies durch zwischenmenschliche Konflikte, mangelnde Teamfähigkeit, negative Grundeinstellung oder im schlimmsten Fall sogar aggressives, unternehmensschädigendes Verhalten. Jedoch eines vorweg: schwierige Menschen gibt es nicht. Vielmehr ist es ihr Verhalten, das Kollegen oder Führungskräfte die Stirn runzeln lässt, nicht die Person selbst. Was manche Menschen als mühsam empfinden, kann für andere Menschen durchaus kaum störend sein. Unbestritten ist jedoch: diese Energievampire, Querulanten und – im Worst Case – Mobber beeinträchtigen mit ihrem toxischen Verhalten jede noch so harmonische Teamkultur. Die Folgekosten sind hoch, denn Negativität ist ansteckend. Als Führungskraft ist es daher oberste Priorität die Vorzeichen zu erkennen damit aus einem Funken an Schwierigkeiten nicht ein ganzer Flächenbrand entsteht.


Motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sitzen um einen Tisch versammelt, lächeln, applaudieren und geben sich gegenseitig High-Fives.


Inhaltsverzeichnis



 


1. Wie erkennt man schwierige Mitarbeiter?


Wie bereits erwähnt, haben „schwierige“ Mitarbeiter ein Hauptmerkmal: sie machen buchstäblich Schwierigkeiten. Das ist immer dann der Fall, wenn jemand die Spielregeln und Prozesse nicht einhält, respektloses Verhalten an den Tag legt oder den Erfolg des ganzen Teams sabotiert. Es geht hier also um ein konkretes Verhalten am Arbeitsplatz, das sich problematisch darstellt und von der Führungskraft adressiert werden muss und nicht um eine Änderung der Wesensmerkmale einer Person.


Wie sich die konkreten Schwierigkeiten bemerkbar machen, kann dabei durchaus unterschiedlich sein: in manchen Fällen sind es die Summe an Verhaltensweisen, die das Miteinander erschweren (z.B. ein Low Performer, der mit seiner fehlenden Leistung das restliche Team in Turbulenzen bringt) oder es handelt sich um das gleiche, immer wieder auftretende Problem (z.B. ein Nörgler, der jeder Herausforderung destruktiv begegnen.


Egal um welche Variante es sich handelt: Sie sind als Führungskraft gefragt sensibel für diese Anzeichen zu sein, d.h. ihrem Team mit offenen Augen und Ohren zu begegnen und sie frühzeitig zu erkennen. Durch regelmäßige Beobachtung und offene Kommunikation mit dem Team können Führungskräfte frühzeitig potenzielle Probleme identifizieren und angehen. Besonders wichtig ist hierbei eine empathische Vorgehensweise: nicht alle schwierigen Mitarbeiter handeln absichtlich oder böswillig. Daher ist es entscheidend, die Ursachen und individuellen Umstände hinter dem Verhalten zu verstehen, bevor man entsprechende Maßnahmen ergreift.


Personen in Business-Kleidung stehen vor einem Glasfenster, das einen Blick auf ein Hochhaus freigibt. Sie sind mit dem Rücken zum Betrachter gewandt. Dieses Bild symbolisiert, dass Mitarbeiter und Methoden zur Mitarbeitermotivation unverzichtbar sind.
 


2. Welche Ursachen können sich negativ auf das Verhalten auswirken?


Die Gründe für schwieriges Verhalten sind vielfältig und können sowohl persönlicher als auch beruflicher Natur sein. Persönliche Probleme wie familiäre Konflikte, finanzielle Schwierigkeiten oder gesundheitliche Herausforderungen können sich negativ auf das Verhalten am Arbeitsplatz auswirken.


Auch berufliche Faktoren wie Überlastung, unklare Erwartungen seitens des Managements oder mangelnde Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung können dazu führen, dass Mitarbeiter frustriert oder demotiviert sind.


Darüber hinaus können auch zwischenmenschliche Dynamiken innerhalb des Teams oder eine schlechte Arbeitskultur zu schwierigem Verhalten beitragen. Konflikte mit Kollegen oder Vorgesetzten, ein Mangel an Anerkennung oder eine fehlende Unterstützung durch das Management können dazu führen, dass Mitarbeiter negativ reagieren. Es ist wichtig für Führungskräfte, die verschiedenen Ursachen für schwieriges Verhalten zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren, um langfristige Lösungen zu finden. Wie Ihnen das gelingt?


Ein Netzwerk aus Personen-Icons, das über einer ausgestreckten Hand schwebt, soll symbolisieren, dass Kommunikation eine wichtige Methode zur Mitarbeitermotivation ist.
 


3. Kommunikation is das A und O.


Eine effektive Kommunikation auf Augenhöhe ist entscheidend für den Umgang mit herausfordernden Mitarbeitern. Aber Achtung: wertschätzende Kommunikation braucht Zeit. Ein Investment, das sich mehr als bezahlt macht: zeigen Sie aufrichtiges Interesse (Tipp: Stellen Sie viele Fragen!), schlüpfen Sie in die Rolle des Mitarbeiters, hören Sie aktiv zu und versuchen Sie dessen Perspektive zu verstehen.


Durch einfühlsame Kommunikation können Missverständnisse geklärt, Erwartungen ausgerichtet und Lösungen gemeinsam erarbeitet werden. Offene Gespräche sollten in einem respektvollen und vertraulichen Rahmen geführt werden, um ein unterstützendes Umfeld für den Mitarbeiter zu schaffen und die Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit zu legen.


Handelt es sich um Konflikte innerhalb des Teams, so ist es wichtig, sie frühzeitig anzusprechen und konstruktive Lösungen anzustreben. Führungskräfte können dabei helfen, Konflikte zu deeskalieren, indem sie die beteiligten Parteien zusammenbringen, um ihre Standpunkte zu teilen und gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln. Die Förderung offener Kommunikation und eines kooperativen Arbeitsumfelds trägt dazu bei, Spannungen zu reduzieren und das Teamklima nachhaltig zu verbessern.


Würfel, die so angeordnet sind, dass sie das Wort "I can" bilden, wobei das "t" am Ende durch ein lächelndes Emoji ersetzt wird. Dieses Bild soll die Bedeutung von Selbstvertrauen und Positivität im Kontext der Mitarbeitermotivation symbolisieren.
 


4. Warum Feedback unverzichtbar ist?


Ein wichtiges Element der offenen Kommunikation mit herausfordernden Mitarbeitern ist regelmäßiges Feedback. Das Wesen erfolgreicher Führung ist es sowohl positive als auch konstruktive Rückmeldung zu geben und diese auf klare Beobachtungen und messbaren Leistungen zu stützen. Gibt es eine klare, transparente Zielvereinbarung? Wenn ja, dann haben Sie bereits ein wertvolles Hilfsmittel in der Hand, welches Sie für derartige Gespräche nutzen können! Sie haben Verbesserungspotential erkannt, kommuniziert und klare Erwartungen formuliert? Dann kann gezieltes Coaching on-the-job ein nützliches Tool sein, um Mitarbeitern individuelle Unterstützung und Anleitung bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen zu bieten.

 

Es ist wichtig, dass das Feedback und Coaching in einem unterstützenden und motivierenden Kontext stattfinden, der darauf abzielt, das Potenzial des Mitarbeiters zu entfalten und sein Engagement für die Arbeit zu stärken. Durch eine offene und vertrauensvolle Kommunikation können Führungskräfte eine positive Lernumgebung schaffen, in der Mitarbeiter konstruktives Feedback annehmen und proaktiv an ihrer persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung arbeiten können.


Gezieltes Coaching für Führungskräfte ist also mehr als nur eine Investition in die Zukunft Ihres Unternehmens. Es ist ein Schlüssel, um die Leistungsfähigkeit und Motivation Ihrer Mitarbeiter auf ein völlig neues Niveau zu heben. Und das Beste daran? Diese positiven Veränderungen werden sich unmittelbar in den Unternehmensergebnissen widerspiegeln.



Ein Mann im Anzug mit einem wehenden roten Umhang, der eine Aktentasche trägt und eine Treppe hinaufgeht, die in Richtung der Sonne führt, soll symbolisieren, dass eine gute Führungskraft die effektivste Methode ist, um die Mitarbeitermotivation zu steigern.
 


5. Setzen Sie Grenzen!


Ein weiteres wichtiges Element von Feedback ist Klarheit. Klarheit in Bezug auf Grenzen und Konsequenzen. Es ist unerlässlich, klare Grenzen zu setzen, wenn schwieriges Verhalten nicht toleriert werden kann. Führungskräfte müssen deutlich machen, welche Verhaltensweisen akzeptabel sind und welche Konsequenzen bei Überschreitung dieser Grenzen drohen. Dies erfordert eine klare Kommunikation der Erwartungen und eine konsistente Durchsetzung der vereinbarten Spielregeln. Indem klare Grenzen gesetzt werden, wird eine positive Arbeitskultur gefördert und das Risiko weiterer Schwierigkeiten minimiert.


Wenn schwieriges Verhalten fortbesteht trotz wiederholter Interventionen, müssen Führungskräfte angemessene Konsequenzen in Betracht ziehen. Dies kann von einer schriftlichen Verwarnung über Disziplinarmaßnahmen bis hin zur Beendigung des Dienstverhältnisses. Es ist wichtig, dass Konsequenzen fair und transparent sind und im Einklang mit den Unternehmenswerten und -richtlinien stehen. Durch konsequentes Handeln bei Verstößen gegen Regeln und Grenzen werden klare Erwartungen gesetzt und die Integrität des Teams und der Organisation gewahrt.


 

6. Fazit: So löst man Konflikte mit schwierigen Mitarbeitern


Der Umgang mit schwierigen Mitarbeitern ist eine Königsdisziplin im Leadership-Alltag. Eine überaus komplexe Aufgabe, die Führungskräfte durch gezielte Strategien und ein proaktives Vorgehen bewältigen können. Indem sie schwieriges Verhalten frühzeitig identifizieren, die Ursachen verstehen, eine effektive Kommunikation und Konfliktlösung fördern, Feedback und Coaching bereitstellen, klare Grenzen setzen und angemessene Konsequenzen ziehen, können Führungskräfte eine positive Arbeitsumgebung schaffen und das Team effektiv führen.


Es ist wichtig, dass Führungskräfte sich kontinuierlich weiterentwickeln und Unterstützung sowie Ressourcen nutzen, um ihre Fähigkeiten im Umgang mit schwierigen Mitarbeitern zu verbessern. Durch die Anwendung bewährter Methoden und den Austausch von Erfahrungen können Führungskräfte dazu beitragen, ein produktives und harmonisches Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiter ihr volles Potenzial entfalten können. Der effektive Umgang mit schwierigen Mitarbeitern ist nicht nur entscheidend für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit des Teams, sondern auch für den langfristigen Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit der ganzen Organisation


Eine Frau mit hochgesteckten blonden Haaren, High Heels und einem schwarz-weißen Sakko, die auf einem Steg steht und hinunter auf eine Großstadt blickt, soll veranschaulichen, dass die Methoden zur Mitarbeitermotivation auch Ihnen helfen werden, Ihr zum Erfolg zu führen.
 


7. Über mich und mein Führungskräfte-Coaching


Bild eines lächelnden Mannes, der in der Hocke hinter seinem hund steht. Dies ist der Verfasser des Blogartikels "Methoden zur Mitarbeitermotivation",

In meiner beruflichen Laufbahn als Führungskraft hatte ich die Gelegenheit, die Welt des systemischen Coachings näher kennenzulernen. Dabei wurde mir klar, wie wertvoll ein Perspektivenwechsel sein kann, um lang bestehende Probleme anzugehen.


Die systemische Psychologie faszinierte mich so sehr, dass ich mich intensiver mit ihrer Haltung beschäftigte und letztendlich eine umfassende Ausbildung zum systemischen Psychotherapeuten absolvierte.


Mein Beruf ist nicht nur meine Arbeit, sondern auch meine Leidenschaft. Ich investiere viel Zeit in meine Weiterbildung, um stets auf dem neuesten Stand zu sein. In meiner Freizeit schätze ich vor allem die Zeit mit meiner Familie zu Hause im Mittelburgenland und ausgedehnte Waldspaziergänge in Begleitung unserer jungen Beagle-Dame Kaija. Hier können Sie mehr über mich erfahren.

Mit meiner umfangreichen Ausbildung und langjährigen Erfahrung im Bereich des Führungskräftecoachings bin ich optimal qualifiziert, um Unternehmen dabei zu helfen, eine inspirierende und produktive Arbeitsumgebung zu schaffen. Durch gezieltes Coaching für Führungskräfte unterstütze ich Sie dabei, Ihre Fähigkeiten zu entwickeln, um Ihre Mitarbeiter zu motivieren und tagtäglich zu begeistern!



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